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Bunte Steine Ein Festgeschenk   By: (1805-1868)

Book cover

First Page:

[ Anmerkungen zur Transkription:

Offensichtliche Druckfehler wurden ausgebessert.

Mit =Gleichheitszeichen= gekennzeichneter Text war im Original fett gedruckt, mit Unterstrichen markierter in gesperrter Schrift.

Das Inhaltsverzeichnis wurde vom Ende des Buches an den Anfang verschoben. ]

Bunte Steine

Ad. Stifter

Dieses Buch wurde als sechster Band der fünften Auswahlreihe des Volksverbandes der Bücherfreunde hergestellt und wird nur an dessen Mitglieder abgegeben. Das Nachwort schrieb Dr. Bruno Adler in Weimar. Den Einband zeichnete Adolf Propp.

Bunte Steine

Ein Festgeschenk von Adalbert Stifter

Berlin 1922 Volksverband der Bücherfreunde Wegweiser Verlag G. m. b. H.

Inhalt.

Seite

Einleitung V

Granit 1

Kalkstein 38

Turmalin 106

Bergkristall 149

Katzensilber 204

Bergmilch 272

Nachwort 303

Einleitung.

Als Knabe trug ich außer Ruten, Gesträuchen und Blüten, die mich ergötzten, auch noch andere Dinge nach Hause, die mich fast noch mehr freuten, weil sie nicht so schnell Farbe und Bestand verloren wie die Pflanzen, nämlich allerlei Steine und Erddinge. Auf Feldern, an Rainen, auf Heiden und Hutweiden, ja sogar auf Wiesen, auf denen doch nur das hohe Gras steht, liegen die mannigfaltigsten dieser Dinge herum. Da ich nun viel im Freien umherschweifen durfte, konnte es nicht fehlen, daß ich bald die Plätze entdeckte, auf denen die Dinge zu treffen waren, und daß ich die, welche ich fand, mit nach Hause nahm.

Da ist an dem Wege, der von Oberplan nach Hossenreuth führt, ein geräumiges Stück Rasen, welches in die Felder hineinführt und mit einer Mauer aus losen Steinen eingefaßt ist. In diesen Steinen stecken kleine Blättchen, die wie Silber und Diamanten funkeln, und die man mit einem Messer oder mit einer Ahle herausbrechen kann. Wir Kinder hießen diese Blättchen Katzensilber und hatten eine sehr große Freude an ihnen.

Auf dem Berglein des Altrichters befindet sich ein Stein, der so fein und weich ist, daß man ihn mit einem Messer schneiden kann. Die Bewohner unserer Gegend nennen ihn Taufstein. Ich machte Täfelchen, Würfel, Ringe und Petschaften aus dem Steine, bis mir ein Mann, der Uhren, Barometer und Stammbäume verfertigte und Bilder lackierte, zeigte, daß man den Stein mit einem zarten Firnisse anstreichen müsse, und daß dann die schönsten blauen, grünen und rötlichen Linien zum Vorschein kämen.

Wenn ich Zeit hatte, legte ich meine Schätze in eine Reihe, betrachtete sie und hatte mein Vergnügen an ihnen. Besonders hatte die Verwunderung kein Ende, wenn es auf einem Steine so geheimnisvoll glänzte und leuchtete und äugelte, daß man es gar nicht ergründen konnte, woher denn das käme. Freilich war manchmal auch ein Stück Glas darunter, das ich auf den Feldern gefunden hatte und das in allerlei Regenbogenfarben schimmerte. Wenn sie dann sagten, das sei ja nur ein Glas und noch dazu ein verwitterndes, wodurch es eben diese schimmernden Farben erhalten habe, so dachte ich: Ei, wenn es auch nur ein Glas ist, so hat es doch die schönen Farben, und es ist zum Staunen, wie es in der kühlen, feuchten Erde diese Farben empfangen konnte, und ich ließ es unter den Steinen liegen... Continue reading book >>




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