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Das Trottelbuch   By:

Das Trottelbuch by Franz Jung

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E text prepared by Jens Sadowski

Das Trottelbuch

Umschlag und Einbandzeichnung von Franz Henseler , München

Franz Jung

Das Trottelbuch

Berlin Wilmersdorf 1918 Verlag der Wochenschrift DIE AKTION (Franz Pfemfert)

Von Franz Jung erschienen bisher folgende Werke:

Im Verlage der AKTION:

Sophie . Ein Roman Saul . Ein Drama Opferung . Ein Roman Flucht aus der Welt . Ein Roman.

Im Verlage Weißbach, Heidelberg:

Kameraden . . .! Ein Roman.

Alle Rechte vorbehalten Copyright 1918 by Franz Pfemfert, Berlin Wilmersdorf. Dieses Werk wurde gedruckt von H. Klöppel, Quedlinburg.

Inhalt

Trottel. Eine programmatische Einleitung Der Weg über den Berg Die Erlebnisse der Emma Schnalke Der tolle Nikolaus

Trottel

Eine programmatische Einleitung

Um einen Tisch des Café du Dôme saßen mehrere Herren. Eine Frau schritt draußen am Fenster vorbei.

Sie hatten sie alle gekannt, und einige kannten sie noch.

Einer las vor:

Zwei junge Burschen stolpern aus einer Vorstadtkneipe in die Nacht. Blutjunge Burschen und sehr betrunken.

Sie schlagen das Pflaster mit ihren Stöcken, sie johlen, krümmen sich vor Lachen, und sie schleppen die schwergewordenen Füße hinter sich her, daß sie von fern wie hinkende Greise erscheinen.

Eine Katze huscht über den Weg.

Die Betrunkenen bleiben stehen, die Lässigkeit ist aus ihren Gliedern gewichen, ein Rausch ballt sich zusammen. Sie jagen dem Tier nach, verstellen den Weg, sie schlagen mit ihren Stöcken als ob das Tier schuld wäre an ihrer Jugend und ihrer Betrunkenheit, so schlagen sie.

Die Katze hält einen Baum an der Straße umkrallt und windet sich mit letzter Kraft hinauf.

Die Burschen halten keuchend inne.

Das Tier ist fast aus dem Bereich ihrer Stöcke, da holt der eine nochmals zum Schlag aus und trifft . . . . trifft das Rückgrat . . .

Das Tier wendet den Kopf und starrt durch die Nacht starrt und gleitet dann ruckweise den Stamm herunter.

Die beiden haben sich dann ohne Gruß getrennt.

Einer warf ein:

»Aber in jener Nacht schliefen sie nicht. Die Krallen gruben sich in ihr Hirn und lösten Krampf und Zuckungen aus.«

Als niemand etwas sagte, fügte er schüchtern hinzu:

»Wenigstens bei einem . . .«

Da lachten sie alle.

Plötzlich sagte wieder einer:

»Ihr erinnert euch, ich sah sie einmal mit einem Commis oder Offizier oder sowas im Café. Ich ging damals an ihren Tisch und sagte: Du . . . du gehst nicht mit dem . . . komm. Ihr wißt, daß sie damals zu mir kam. Wir gingen in eine Kirche. Sie weinte. Es war sehr peinlich. Neulich war ich wieder in dieser Kirche, ich sah sie wieder vor mir . . . ich könnte mich heute ohrfeigen.«

Sie nickten alle zustimmend.

»Wenn ich damals an den vertrottelten Major geschrieben hätte . . .« sagte einer.

Der andere las wieder vor:

»Kann ich dafür, daß in Montmartre die Lichter stechen, kann ich dafür . . .?«

»Hör auf, du zerreißt mich, bitte . . . bitte . . du du «

Weiter raste der Tanz.

»Bleib bei mir. Komm, mich friert hier.«

»Laß nur, Kleiner.«

»Du . . .« es war ein Schrei.

Ein Lächeln antwortet.

Aber er liest eine Bitte um Verzeihung heraus und nickt.

Das Weib rast und spiegelt sich in den Blicken aller.

Weiter. Rausch. Schreie. Violinen.

Er richtet sich auf, ballt die Faust, schreit: »Komm . . . «

Ein Riß klafft in dem Taumel.

»Haha . .« aber sie geht mit ihm.

Der Freund ging mit ihnen. Sie waren nie allein, in ihrer Mansarde wohnten viele Freunde.

Schnee lag auf den Dächern und taute, daß das Wasser in die Kammer tropfte.

Er umkrallte die Hand des Freundes: »Wir haben zu sühnen, ich will ihr die Ruhe geben.«

»Und verlasse mich . .« höhnte der andere ihm nach.

»Ich habe bereits alles auf mich genommen . .« bat er wieder.

»Es war eine wundervolle Nacht,« warf sie ein... Continue reading book >>




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