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Der Unterkiefer des Homo Heidelbergensis Aus den Sanden von Mauer bei Heidelberg   By:

Book cover

First Page:

Anmerkungen zur Transkription:

Die Originalschreibweise und kleinere Inkonsistenzen in der Schreibweise und Formatierung wurden prinzipiell beibehalten.

Die Buchstaben "C" und "c" mit Akut wurden ersetzt durch [/C] und[/c].

Die Buchstaben "O" "S" und "s" mit Karet wurden ersetzt durch [vO], [vS] und [vs].

Auf Seite 114 wurde das Symbol für "weiblich" ersetzt durch [fem.] und das Symbol für "männlich" durch [masc.]

Formatierung:

Gesperrter Text wurde mit Gleichheitszeichen (=Text=), kursiver Text mit Unterstrichen ( Text ) und fett gedruckter Text mit Dollarzeichen ($Text$) markiert.

Bindestriche, wie " ", ersetzen in den Beschreibungen der Abbildungen eine durchgezogene Linie und Unterstriche, wie " ", eine gestrichelte Linie.

Die Tabelle auf Seite 25 wurde geteilt.

DER UNTERKIEFER DES HOMO HEIDELBERGENSIS

AUS DEN SANDEN VON MAUER BEI HEIDELBERG

EIN BEITRAG

ZUR PALÄONTOLOGIE DES MENSCHEN

VON

OTTO SCHOETENSACK

MIT 13 TAFELN, DAVON 10 IN LICHTDRUCK

LEIPZIG

VERLAG VON WILHELM ENGELMANN

1908

ALLE RECHTE, INSBESONDERE DAS DER ÜBERSETZUNG, VORBEHALTEN.

VORWORT.

Der den Gegenstand vorliegender Abhandlung bildende menschliche Unterkiefer wurde in den 10 km südöstlich von Heidelberg anstehenden, in der Literatur als Sande von Mauer bekannten fluviatilen Ablagerungen aufgefunden. Das Alter dieser Sande wird nach den darin angetroffenen Säugetierresten gemeinhin als altdiluvial angegeben; einige darin vertretene Arten lassen aber auch deutliche Beziehungen zu dem jüngsten Abschnitte des Tertiärs, dem Pliocän, erkennen. So durfte man vermuten, daß etwa in diesen Schichten sich findende Menschenknochen bedeutsame Aufschlüsse über die Morphogenese des menschlichen sowie überhaupt des Primatenskelettes geben würden. Diese Annahme hat nunmehr durch den Fund der Mandibula Bestätigung erfahren.

Ich habe mich bemüht, in dieser Schrift vor allem eine möglichst erschöpfende Beschreibung des Fundobjektes und der bei fossilen Menschenresten äußerst wichtigen Fundumstände zu geben. Bei den vergleichenden Studien habe ich mich im wesentlichen auf das von den Direktoren der hiesigen Universitätssammlungen, den Herren O. BÜTSCHLI, M. FÜRBRINGER und W. SALOMON, sowie von Herrn H. KLAATSCH in Breslau mir in entgegenkommendster Weise zur Verfügung gestellte Material gestützt. Letztgenannter Freund sowie Herr G. PORT standen mir bei meinen Untersuchungen mit ihren reichen Erfahrungen bei, die mir insbesondere bei den diagraphischen und Röntgenaufnahmen sehr zustatten kamen. Die Herren GORJANOVI[/C] KRAMBERGER in Agram und J. FRAIPONT in Brüssel waren so liebenswürdig, mir Gipsabgüsse fossiler Unterkiefer zu überlassen. Ferner lieh mir Herr Assistent W. SPITZ bei den photographischen Aufnahmen freundlichst seinen Beistand. Allen diesen Herren sei hiermit herzlicher Dank ausgesprochen.

Universität Heidelberg im September 1908.

OTTO SCHOETENSACK.

DER UNTERKIEFER DES HOMO HEIDELBERGENSIS

AUS DEN SANDEN VON MAUER BEI HEIDELBERG

GEOLOGISCHER TEIL

ANTHROPOLOGISCHER TEIL

ANHANG ZUM ANTHROPOLOGISCHEN TEIL

I. Geologisch paläontologischer Teil.

Das Dorf Mauer, auf dessen Feldmark unser Fund am 21... Continue reading book >>




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