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Der kleine Herr Friedemann Novellen   By: (1875-1955)

Der kleine Herr Friedemann Novellen by Thomas Mann

First Page:

[ Anmerkungen zur Transkription:

Schreibweise und Interpunktion des Originaltextes wurden übernommen; lediglich offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert. Eine Liste der vorgenommenen Änderungen findet sich am Ende des Textes.

Das Inhaltsverzeichnis wurde vom Ende des Buches hinter die Titelseite verschoben.

Im Original gesperrt gedruckter Text wurde mit markiert. Im Original fett gedruckter Text wurde mit = markiert. ]

Der kleine Herr Friedemann.

COLLECTION FISCHER:

=Hermann Bang=, Die vier Teufel. Geh. M. 1. . =Peter Altenberg=, Ashantee. Geh. M. 2. . =Maria Janitschek=, Raoul und Irene. Geh. M. 1. . =Peter Nansen=, Aus dem Tagebuch eines Verliebten. Geh. M. 2. . =G. v. Beaulieu=, Sein Bruder. Geh. M. 1. . =Thomas Mann=, Der kleine Herr Friedemann. Geh. M. 2. . =Otto Erich Hartleben=, Vom gastfreien Pastor. Geh. M. 2. .

Jeder Band in vorliegender Ausstattung.

=Peter Nansen=, Eine glückliche Ehe. =Hermann Bahr=, Caph. =Otto Erich Hartleben=, Die Geschichte vom abgerissenen Knopfe. =Hermann Bahr=, Dora. =Peter Nansen=, Maria. =Hans Land=, Die Tugendhafte. =Maria Janitschek=, Vom Weibe.

Jeder Band mit illustriertem Umschlag geheftet 2 Mark.

THOMAS MANN

Der kleine Herr Friedemann

Novellen

BERLIN S. Fischer, Verlag 1898.

Alle Rechte vorbehalten.

INHALT:

Seite

Der kleine Herr Friedemann 3

Der Tod 55

Der Wille zum Glück 69

Enttäuschung 103

Der Bajazzo 117

Tobias Mindernickel 181

Der kleine Herr Friedemann.

I.

Die Amme hatte die Schuld. Was half es, dass, als der erste Verdacht entstand, Frau Konsul Friedemann ihr ernstlich zuredete, solches Laster zu unterdrücken? Was half es, dass sie ihr ausser dem nahrhaften Bier ein Glas Rotwein täglich verabreichte? Es stellte sich plötzlich heraus, dass dieses Mädchen sich herbeiliess, auch noch den Spiritus zu trinken, der für den Kochapparat verwendet werden sollte, und ehe Ersatz für sie eingetroffen war, ehe man sie hatte fortschicken können, war das Unglück geschehen. Als die Mutter und ihre drei halbwüchsigen Töchter eines Tages von einem Ausgange zurückkehrten, lag der kleine, etwa einen Monat alte Johannes, vom Wickeltische gestürzt, mit einem entsetzlich leisen Wimmern am Boden, während die Amme stumpfsinnig daneben stand.

Der Arzt, der mit einer behutsamen Festigkeit die Glieder des gekrümmten und zuckenden kleinen Wesens prüfte, machte ein sehr, sehr ernstes Gesicht, die drei Töchter standen schluchzend in einem Winkel, und Frau Friedemann in ihrer Herzensangst betete laut.

Die arme Frau hatte es noch vor der Geburt des Kindes erleben müssen, dass ihr Gatte, der niederländische Konsul, von einer ebenso plötzlichen wie heftigen Krankheit dahingerafft wurde, und sie war noch zu gebrochen, um überhaupt der Hoffnung fähig zu sein, der kleine Johannes möchte ihr erhalten bleiben. Allein nach zwei Tagen erklärte ihr der Arzt mit einem ermutigenden Händedruck, eine unmittelbare Gefahr sei schlechterdings nicht mehr vorhanden, die leichte Gehirnaffektion, vor allem, sei gänzlich gehoben, was man schon an dem Blicke sehen könne, der durchaus nicht mehr den stieren Ausdruck zeige wie anfangs ... Freilich müsse man abwarten, wie im übrigen sich die Sache entwickeln werde und das Beste hoffen, wie gesagt, das Beste hoffen ...

II.

Das graue Giebelhaus, in dem Johannes Friedemann aufwuchs, lag am nördlichen Thore der alten, kaum mittelgrossen Handelsstadt. Durch die Hausthür betrat man eine geräumige, mit Steinfliesen versehene Diele, von der eine Treppe mit weissgemaltem Holzgeländer in die Etagen hinaufführte... Continue reading book >>




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