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Die Inselbauern oder Die Leute auf Hemsö   By: (1849-1912)

Book cover

First Page:

August Strindberg

Die Inselbauern

oder

Die Leute auf Hemsö

Aus dem Schwedischen übertragen von

Emil Schering

Volksausgabe

[Verlags Logo]

München und Leipzig bei Georg Müller

Deutsche Originalausgabe gleichzeitig mit der schwedischen Ausgabe unter Mitwirkung von Emil Schering als Übersetzer vom Dichter selbst veranstaltet Geschützt durch die Gesetze und Verträge Alle Rechte vorbehalten Copyright by Georg Müller, München 1918

Gebunden in Rennersches Buntpapier

Die erste vollständige Ausgabe

Als Strindberg 1887 das Manuskript dieses Romans dem stockholmer Verleger übersandte, strich dieser vor dem Druck nicht weniger als 22 Stellen, die ihm für schwedische Magen zu kräftig erschienen, trotzdem der Dichter gegen diese Vergewaltigung protestierte. Erst nach dem Tode Strindbergs sind diese 22 Stellen aus dem Nachlasse ans Licht gekommen, aber auch jetzt noch nicht dem Romane eingefügt worden. Diese deutsche Übersetzung ist also die erste vollständige Ausgabe des Werkes.

1917

Emil Schering

Übersicht Seite Einleitung

Das Inselmeer 1

Erstes Kapitel

Carlsson geht in Dienst und wird für einen Schwätzer gehalten 11

Zweites Kapitel

Sonntagsruhe und Sonntagsgeschäft; der gute Hirte und die bösen Schafe; die Schnepfen, die ihr Teil bekamen, und der Knecht, der die Kammer bekam 27

Drittes Kapitel

Der Knecht legt den Trumpf auf den Tisch, wird Herr auf dem Hofe, duckt die jungen Hähne und tritt seine Hühner selbst 47

Viertes Kapitel

Es poltert zur Hochzeit; die Alte wird ums Geld genommen 81

Fünftes Kapitel

Man schlägt sich beim dritten Aufgebot, geht zum Abendmahl und hält Hochzeit, kommt aber doch nicht ins Brautbett 113

Sechstes Kapitel

Veränderte Verhältnisse und veränderte Ansichten; die Landwirtschaft geht zurück und der Grubenbau blüht 155

Siebentes Kapitel

Carlsson wahrträumt; der Sekretär wird bewacht, aber der Tod kommt und macht einen Strich durch alles 177

Einleitung

Das Inselmeer von Stockholm, die »Schären«, aus welcher Gegend ich Scenerien und Motive für dieses Buch geholt habe, hat immer eine besondere Anziehungskraft auf mich ausgeübt. Vielleicht weil meine engere Heimat, Stockholm und Umgebung, selbst einen Teil dieser Schären bildet. Der Mälar war ja ursprünglich ein Meeresarm, der durch die Wasserläufe bei Södra Telje und Stocksund bei Stockholm in Verbindung mit dem Meere stand; die Kettenschäre, der jetzige Ritterholm, erinnerte ja durch ihren Namen an ihre älteste Natur, die einer Schäre; wie man noch bei einer Fahrt durch den Mälar mit seinen Tausenden von Inseln und Holmen an die Landschaft erinnert wird, die, eine Mischung von Land und Wasser, östlich von der schwedischen Hauptstadt sich etwa sieben Meilen ins Meer hinaus erstreckt.

Dieser ganze zerrissene Küstenstrich ruht zum allergrößten Teil auf der Urformation: Gneis, Granit und Eisenerzen; von den letzten hat man nur die von Utö reich genug gefunden, um sie zu bearbeiten. Die Granitvarietät Pegmatit tritt zuweilen in so großen Mengen aus, daß sie des Feldspats wegen gewonnen wird, den die Porzellanfabriken benutzen.

Die Abwesenheit der jüngeren Formationen, mit ihren horizontalen Lagerungen in hellen, leichten Farbentönen, verleiht der Schärenlandschaft diesen Zug von Wildheit und Düsterkeit, der die Urformation begleitet. Die Landschaftskontur wird durch die losgerissenen, rohen, unregelmäßigen Blöcke kamm und wogenförmig auf den Höhen; flach, höckerig, holperig, wo das Meer seine Schleifarbeit ausgeführt hat... Continue reading book >>




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