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Die Jungfrau von Treiden   By: (1786-1848)

Book cover

First Page:

DIE

JUNGFRAU von TREIDEN.

EIN

HISTORISCH ROMANTISCHES GEMÄLDE AUS DER VORZEIT LIVLANDS

VON

ADELBERT CAMMERER.

Motto : Honorem meum nemini cedo.

ZEIT DER BEGEBENHEIT 1600 à 1620.

RIGA, 1848. BEI H. SCHNAKENBURG.

Der Druck dieser Schrift wird unter den gesetzlichen Bedingungen gestattet. Riga , den 4. Mai 1848. Dr. C. E. NAPIERSKY, Censor.

Seiner Hochwohlgeboren

dem

Herrn Assessor am livl. Hofgerichte zu Riga,

Collegienrath und Ritter

MAGNUS VON WOLFFELDT,

welcher den Preis Juwel jungfräulichster Grossthat, aus 228jährigem Grabesmoder, mühevoll an das Licht, vor die Augen und Herzen der Welt gebracht,

dankbar gewidmet

von

dem Verfasser.

Die

Jungfrau von Treiden.

I.

Prolog.

Zu dir, Livonen Schweiz , hinan, Und deiner Vorzeit Leben: Lass mich, auf Clio's treuer Bahn, Den Sänger Flug erheben!

Wo schimmern dort, von Sonnengold Und Abendroth beschienen: Kremon , Thoreida , Segewold , In klagenden Ruinen;

Wo seit dem Blutwerk' ihrer Schlacht, Herab in Blumen Auen, Von ihrem Thurm bei Mitternacht, Die todten Ritter schauen;

Wo Feinde nun ein Grab versöhnt; Und, auf der Vorwelt Leichen, Der Hügelreihen Stirne krönt Ein Bürgerkranz von Eichen;

Wo Flora's holde Kinder mir Das Pfühl zum Lager breiten; Pomona dort, und Ceres hier, Ein Erntefest bereiten;

Wo nach Mäander Krümmen Tanz Des Stromes, die Najade , Bei lauer Welle Silberglanz, Dem Amor winkt zum Bade ;

Wo aus der Felsengrotte spricht Der Heidenwelt Sibylle ; Und bei Dryaden Kränze flicht Die Muse der Idylle ;

Wo hell, zum Morgenstern empor, Der Haine Lieder wallen; Und Wehmuth schwelgt im Tausendchor Von Hölty Nachtigallen:

Zu dir hinan, Livonen Schweiz ! Nach deiner Vorzeit Leben, Und deiner Anmuth Blüthenreiz', Will ich den Flug erheben.

Thoreida sei des Fluges Ziel! Asträa soll mich führen! Ein Opfer , das dem Herrn gefiel, Soll tief die Seele rühren!

Nicht Männer aus der Ritter Zahl, Gegossen wie von Eisen; Nicht Helden von Granit und Stahl, Will meine Harfe preisen:

Der Weltgeschichte stolze Macht Hat ihren Kranz gewunden; Sie kann nicht leben ohne Schlacht, Nicht ohne Völker Wunden!

Ihr Griffel hat so manchen Wicht Gigantisch aufgemessen; Und mancher stillen Grösse Licht, Das Welten strahlt, vergessen !

Die Jungfrau , die mein Lied erkor, Zum Preis und Ehrenmale: Sie trat aus öder Nacht hervor; Nicht aus dem Marmorsaale.

Es war, in Gottes freier Luft, Ein Schlachtfeld ihre Wiege; Das Brautgemach die Todtengruft; Ihr Tod ein Sieg der Siege!

Hat gross in Rom Lucretia Die Schmach in Blut begraben: So steht die Deutsche grösser da, Und fleckenlos erhaben.

Entweiht nur sank in Todeshand Die römische Matrone: Doch sie , Livona's Tochter fand, Im Tod die Martyrkrone!

Dort muss ein Frauentod dem Staat' Die Freiheit vorbereiten: Doch meiner Jungfrau Heldenthat Entschwand dem Buch' der Zeiten!

Sie lag, im Zweijahrhundertlauf', Der Nächte Nacht zum Raube; Da stieg sie neuem Leben auf, Aus Moderschutt und Staube.

Und Jener , dem die That gelang, Der Welt sie neu zu geben: Er möge nun im Lobgesang, Wie seine Jungfrau , leben![A]

[Footnote A: Unter dem Worte » Jener « ist, wie die Leser leicht einsehen werden, wohl nur der Mann zu verstehen: Dem diese Blätter, und zwar mit vollem Rechte, gewidmet werden... Continue reading book >>




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