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Herrn Mahlhubers Reiseabenteuer   By: (1816-1872)

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Herrn

Mahlhuber's Reiseabenteuer.

Erzählung von Friedrich Gerstäcker

Leipzig: F. A. Brockhaus. 1857.

Der Verfasser behält sich das Recht der Uebersetzung ins Englische und Französische vor.

Inhaltsverzeichniß.

Seite 1. Der Commerzienrath 1 2. Die Vorbereitungen zur Reise 7 3. Erstes Abenteuer 12 4. Das Posthaus und die Mamsell 25 5. Das grüne Zimmer 32 6. Die verhängißvollen Schuhe 47 7. Die Nichte 64 8. Der Ueberfall 71 9. Die Gesellschaft im Hirsch 82 10. Der Schlafkamerad 90 11. Die Geschichte von dem Scheusal 103 12. Sind Sie Herr Mahlhuber? 116 13. Die Flucht 124 14. Wieder unterwegs 128 15. Die Heimkehr 137

1.

Der Commerzienrath.

In einem gemüthlichen Städtchen Baierns und alle Städte und Städtchen Deutschlands sollten eigentlich den Gesetzen nach gemüthlich sein lebte still und zurückgezogen der Held unserer Geschichte.

Herr Hieronymus Mahlhuber war ein anspruchloser Mann, der sich schon seit länger als funfzehn Jahren mit dem Titel eines Commerzienraths und im Besitze eines Ludwigskreuzes nach Gidelsbach zurückgezogen hatte und hier mit einer alten Haushälterin still und ruhig seine Tage verlebte. Was er einmal früher gethan, den Titel wie den Orden zu bekommen, hat man nie erfahren. Manche, und besonders die äußerste Linke in Gidelsbach (der Müller und der Bader), wollten behaupten, er hätte Beides bekommen, weil er nichts gethan, aber da sich das nicht denken ließ, so fand es auch keinen Eingang bei dem denkenden Theile der Bürgerschaft. Die Einwohner von Gidelsbach sahen den kleinen wohlbeleibten ältlichen Herrn sogar mit einer soviel größern Ehrfurcht und Achtung an, weil eben über seinen Verdiensten ein gewisses geheimnißvolles Dunkel lag, und zu diesen gehörte jedenfalls und unbestritten, daß er nur selten davon sprach.

Von etwas sprach er aber, das übrigens auch ein besonderes Interesse für ihn haben mochte, da es ihm am nächsten stand, und das war seine Leber, die er, ob gegründet oder ungegründet, in den Verdacht gebracht hatte, daß sie drei Zoll zu groß sei und in ihrer Anschwellung darauf hinarbeite ihm den Magen abzustoßen.

Die beiden Aerzte im Städtchen waren darüber, wie sich das auch nicht anders erwarten ließ, durchaus entgegengesetzter Meinung, wodurch der eine, der eine derartige Krankheit vollkommen ableugnete und das Leiden zuerst als eine Indigestion und nachher für alberne Einbildung erklärte, einen sehr guten Kunden verlor, und der andere, der durch Klopfen und Horchen an Brusthöhle, Rippen, Schultern und allen andern Körpertheilen des Commerzienraths allerdings einige jedenfalls zu berücksichtigende und bedenkliche Symptome einer möglichen rothen oder gelben Hypertrophie oder einer speckartigen Entartung der Leber gefunden haben wollte, ihn gewann.

Herr Commerzienrath Mahlhuber war sehr besorgt um sein Leben im Allgemeinen wie um seine Leber im Besondern, und das muß ihn entschuldigen, wenn er mit dieser angeblichen unnatürlichen Vergrößerung derselben auch eine früher gehabte, leicht und glücklich operirte Balggeschwulst oben auf dem Kopfe in Verbindung brachte. Er hatte eine natürliche Scheu vor allen derartigen Dingen, und die sonst ganz unschuldige Geschwulst war ihm als das Entsetzlichste erschienen, was sich an dem menschlichen Körper nur überhaupt bilden konnte, da es, in unmittelbarer Nähe mit dem Gehirn, in seinen Folgen unberechenbar sein mußte... Continue reading book >>




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