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Hohe Sommertage Neue Gedichte   By: (1853-1916)

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First Page:

Hohe Sommertage

Neue Gedichte

von Gustav Falke

Hamburg Alfred Janssen 1902

Seinen lieben Freunden

Karl und Elisabeth Schütze

herzlichst zugeeignet.

Inhalt

Sommer Der Parkteich Trüber Tag Vergebliche Bitte Liebesgestammel Waldgang In tiefer Scham Aus tiefer Qual Im Entschlummern Bitte Erinnerung Besitz Ausklang Zu Hause Heimkehr Vor Schlafengehen Mondlicht Musik Es schneit Die Weihnachtsbäume Meinem Sohn zur Taufe Die Mutter Steernkiker Lengen Verbaden Leew An de Gorenport Go' Nach Lütt Ursel De Snurkers De lütt' Boom De Stormfloth Ritornelle Frühlingstrunken Ein silbernes Märchen Pfingstlied Wunsch Seele Irrende Seele Rosentod Auf meinen ausgestopften Falken Morgen zwischen Hecken Und gar nicht lange Die bunten Kühe Auf der Bleiche Wäsche im Wind Winterwald Winter Die Netzflickerinnen Das Mädchen mit den Rosen Das Nixchen Feierabend Das Mädel Im Schnellzug Reigen Der Backfisch Der seltene Vogel Idyll Pusteblumen Konsequenz Die Räuber Denkmalkantate Bescheidener Wunsch Zweimal ist vier Prolog zur Nietzsche Gedenkfeier Prolog zur Böcklin Gedenkfeier Der Trauermantel Tag und Nacht Das Birkenwäldchen Der Freier Der Frühlingsreiter Scherz Die Schnitterin Das Geisterschiff Die treue Schwester Sara Limbeck Thies und Ose Wie die Stakendorfer die Lübecker los wurden Das Opferkind

Sommer

Ihr singt von schönen Frühlingstagen, Von Blütenduft und Sonnenschein, Ich will nichts nach dem Frühling fragen, Nein Sommer, Sommer muss es sein.

Wo alles drängt und sich bereitet Auf einen goldnen Erntetag, Wo jede Frucht sich schwellt und weitet Und schenkt, was Süßes in ihr lag.

Auch ich bin eine herbe, harte, Bin eine Frucht, die langsam reift. O Glut des Sommers, komm! Ich warte, Dass mich dein heißer Atem streift.

Der Parkteich

Ein stiller Teich träumt im verlassnen Park, Von sonnendunklem Laub dicht überschattet. Nur manchmal, wenn der Wind heftiger rauscht, Huscht ein verlorner Lichtstrahl übers Wasser, Und zittert ein erschrockenes Wellchen auf Und hastet ängstlich in das Uferkraut.

Einsamer Weg führt um den stillen Teich, Gleich ihm von hängenden Zweigen überdämmert. Halbausgelöschte Spuren sind im Weg Vom Regen halb verwaschen und vom Wind Sacht überstäubt. Von wem erzählen sie?

Mir ist, als müsste diese große Stille Ein Mädchenlachen plötzlich unterbrechen, Aus ihrem grünen Traum aufstören. Wenn der Wind Das Laub ein wenig hebt, und in dem Spiegel Des dunklen Teichs ein Licht aufblitzt, gedenk ich Eines tieflieben, jungen Augenpaares, Das ich aus einem stillen Mädchentraum Manchmal aufleuchten sehe, und ich meine, Es hätte hier wohl einmal vor dem Bild Parkstillen Friedens lieblich sich erhellt.

Ein sanftes Wellchen hebt sich an das Ufer. Will es den Platz mir zeigen, wo sie stand? Wo sie gesessen? Leise rauscht das Laub. Es ist ein Flüstern. Ach, was flüstert's doch? Nichts. Nur ein Laub im Wind. Doch in mir wacht Ein Holdes auf und sucht nach Worten, findet Nur einen lieben Namen, und der schwebt, Leise dem Wind vertraut, über den Teich.

Bewahr den Namen, märchentiefe Stille, Bewahre ihn, dass er, ein süßer Laut Der lieblichen Natur, hier Heimat hat. Und kehrt sie wieder, wandelt einmal noch Durch diesen Frieden, der nun doppelt heilig, Mag sie, wie ich heut, lauschend stehn und fragen: Was flüstert doch das Laub? Und mag erröten Und lächeln, meint sie, übern Teich her ruft Ein andrer sie mit Namen.

Leise rauscht Das sommerdunkle Laub rings um den Teich. Ein Sonnenlächeln zittert auf dem Spiegel. Und horch! Ein Mädchenlachen? Nein, Herz, nein. Traumstille Einsamkeit nur atmete Einmal aus ihrem Frieden selig auf.

Trüber Tag

Ein feuchtes Wehen wühlt im Laub und streut Ins nasse Gras ringsum den Tropfenfall, Und wo noch gestern laute Lust, träumt heut Schwermütiges Schweigen überall.

Die frühen Rosen frieren so im Wind. Gestern, als heißer Mittag darauf lag, Brach ich die schönste dir. Wo bist du, Kind? Wo ist die Rose? Wo der helle Tag?

Auch morgen, wenn die Sonne wieder scheint, Und ganz voll Duft mein kleiner Garten ist, Ruft dich mein Herz und weint Und weiß nicht, wo du bist... Continue reading book >>




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