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Hundert neue Rätsel   By:

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=Deutsche Jugendbücherei=

Begründet von den Vereinigten Deutschen Prüfungsausschüssen für Jugendschriften, herausgegeben vom Dürer Bund

Hundert neue Rätsel von A. Döring

Nr. 136 Hermann Hillger Verlag, Berlin Leipzig

1.

Unten spitz und oben breit, Steif und doch voll Munterkeit, Unternimmt's ein Tänzchen gern, Sieht im Knirpschen selbst den Herrn. Und dieweil sich's dreht im Kreise, Stimmt's oft an seltsame Weise.

2.

Sie ist keine Heldin, Gefahr macht sie säumen. Sie liebt die Sonne Und reift an Bäumen.

3.

Das Erste, das ist scharf und spitz; Drum seid auf eurer Hut, Damit es euch nicht stech' und ritz'! Leicht fließt ein Tröpflein Blut.

Doch vor den Letzten banget nicht, Ob auch das Erste droh': Arglos blühn sie im Sonnenlicht Und machen viele froh.

Das Ganze schlief wohl lange Jahr' In stillem Turmgemach. Dann küßt' es war recht wunderbar Ein holder Prinz es wach.

4.

Es ist ein kleiner Übermut Und treibt es oft possierlich, Tritt auch das muntre junge Blut Stets leise auf und zierlich.

Es grüßt dich stille oft vom Baum Und gibt dir zu verstehen: Schmolz auch der Winterschnee noch kaum, Schon nahet Lenzeswehen.

5.

Vereint rankt's an der Erde still, Hat Blatt und Blümelein. Getrennt ist es der Tannenbaum: Das wissen groß und klein.

6.

Zwei Enden hat's, doch eines pflegt Sich meistens zu verstecken. Wer aber vordringt unentwegt, Wird es gewiß entdecken.

Rund ist es oft, gleichwie ein Ball, Und dreht sich gern im Kreise, Bleibt unverletzt, kommt's auch zu Fall, Und stets geweiht dem Fleiße.

Viel schöne Dinge wirkt's gemach, Der Menschenhand verbunden; Doch immer kleiner wird es, ach! Bis es zuletzt verschwunden.

7.

Es rührt sich flink und gehet stets im Takt, Denn seine Pflicht befiehlt ihm: »Sei exakt! Mach' Stund' um Stund' Die stille Rund'!«

Es gilt uns viel. Oft hat's ein kostbar Haus, Darin's geschäftig ist tagein, tagaus. Wenn's nicht mehr will, Steht's einfach still.

Den Kindern sagt es gern etwas ins Ohr, Und großen Leuten lügt es oft was vor. Doch jeder frägt's, Man hegt und trägt's.

Leis tönt oft seine Stimme, hörbar kaum, Bald klingt sein Ruf vernehmlich durch den Raum Und hallt oft weit: »Benützt die Zeit!«

Doch wer genau will wissen, was es taug', Der fasse prüfend nur sein Werk ins Aug': Das Werk, es lehrt Den innern Wert.

8.

Das Zweite passet nicht zum Ersten, Es dienet anderm Herrn. Das Ganze aber schmiegt dem Ersten Sich an und schützt es gern.

9.

Was fingen wir ohne die Erste an? Wir Menschen wären wohl übel dran, Und gar die lieben Kleinen, Die würden weinen.

Und ohne die Letzten, wie wär's hier bestellt? Man fände sich schwerlich zurecht in der Welt. Drum baut ihrer neue man immer Und ruhet nimmer.

Das Ganze ward nicht durch Menschenhand, Und keine greift je das silberne Band. Doch leuchten die ewigen Sterne, Dann schimmert es ferne.

10.

Mit r sind es die Bösen in der Welt, Mit l sind sie dem Pflanzenreich gesellt, Mit u sind's Fensterlein, euch wohlvertraut, Draus ihr die Herrlichkeit der Welt erschaut... Continue reading book >>




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