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Inselwelt. Erster Band. Indische Skizzen   By: (1816-1872)

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First Page:

E text prepared by richyfourtytwo, bfx, and the Online Distributed Proofreading Team (http://www.pgdp.net)

Hinweise zur Transkription

Das Originalbuch ist in Frakturschrift gedruckt. Großgeschriebene Umlaute waren im Original als Ae, Oe und Ue abgedruckt und wurden durch Ä, Ö und Ü ersetzt. Offensichtliche Fehler und uneinheitliche Schreibweisen wurden korrigiert, bei Zweifeln wurde der Originaltext beibehalten. Eine Liste der vorgenommenen Änderungen befindet sich am Buchende, die zahlreichen Korrekturen bei falsch gesetzten oder fehlenden Anführungszeichen sind nicht extra aufgeführt.

Textauszeichnungen wurden folgendermaßen ersetzt:

Sperrung: =gesperrter Text= Antiquaschrift: Antiquatext

Inselwelt.

Gesammelte Erzählungen

von

Friedrich Gerstäcker.

Erster Band.

=Indische Skizzen.=

Leipzig, =Arnoldische Buchhandlung.= 1860.

Inhaltsverzeichniß vom ersten Bande.

I. In der Südsee.

Seite

Der Wallfischfänger 1

Die Bootsmannschaft 82

Der Schooner 168

II. Im Ostindischen Archipel.

Der Balinese 249

Der Menschentiger 313

Der Khris 374

I.

In der Südsee.

Der Wallfischfänger.

1.

In der weiten und bequemen Corallenbai von Monui, einer der Tonga Inseln, ankerte im Januar des Jahres 18 ein englischer Wallfischfänger, die » Lucy Walker «, Provisionen, Holz und Erfrischungen einzunehmen, und da sich die Eingeborenen ziemlich freundlich gezeigt, hatte die Mannschaft in Abtheilungen Tag nach Tag Erlaubniß bekommen, an Land zu gehen und mit den Eingebornen zu verkehren.

Der Capitain selber, ein junger Mann, der seine erste Reise als Führer eines Schiffes machte, war viel zu entzückt von dem wundervollen Land, das er betreten, seine Freiheit nicht ebenfalls soviel als möglich benützen zu sollen, und unter den freundlichen Menschen, von dem alten Häuptling selber auf das herzlichste aufgenommen, vergingen die Tage in Zauberschnelle. Er schien zuletzt zwar ganz vergessen zu haben, daß er des Wallfischfanges wegen in diese Breiten gekommen und selber gehen müßte die Fische aufzusuchen, wenn er überhaupt deren fangen, und sein Schiff voll Öl bekommen wollte.

Die Scenerie allein trug aber nicht die Schuld. Hua, Toanonga's liebliches Töchterlein, hatte sein Herz mit einer Leidenschaft entflammt, der er sich selber im Anfang nicht klar bewußt war, die aber mit jedem Tage mehr Überhand gewann. Ja, je mehr ihm Gelegenheit geboten wurde, sich dem Gegenstand derselben zu nähern, und je weniger nah er doch demselben dadurch kam, vergaß er zuletzt selbst seine Pflicht gegen sein Schiff sowohl, wie seine Mannschaft, um noch immer kurze Zeit länger in der verführerischen Nähe des holden Mädchens zu weilen.

Hua[1], nach ihrem heiteren, fröhlichen Wesen so genannt, sah den fremden jungen Mann gern bei sich, der ihr, der Tonga Sprache vollkommen mächtig, noch von früheren Reisen her, viel von fremden Ländern und Völkern erzählen, und mit dem sie lachen und sich freuen konnte. An eine ernstere Neigung dachte sie nicht, denn sie wußte recht gut, daß solche Schiffe nur immer auf kurze Zeit an eine ihrer Inseln anlegten und dann wieder fortfuhren, vielleicht nie mehr zurückzukehren was hätte ihr seine Liebe genützt? Überdem war sie schon dem jungen Häuptling eines Nachbarstammes versprochen, der jeden Tag eintreffen konnte, sie abzuholen. Die Zeit bis dahin war ihr denn auch schon recht lang geworden, und etwas Erwünschteres hätte gar nicht kommen können, als das fremde Schiff mit den weißen, wunderlichen und doch so freundlichen Männern.

Toanonga befand sich am Besten dabei; der junge Engländer brachte, um ihn sich beliebt zu machen jeden Tag neue Geschenke, und er sah sich dadurch bald in dem Besitz einer so bedeutenden Anzahl von Nägeln, Glasperlen, kleiner Spiegel, Messer, Beile, Kattun, und vor allem Andern Tabak, dessen Gebrauch er auch schon kennen gelernt, daß er schon anfing, sich als einen Capitalisten zu betrachten, der sich nun bald von seiner beschwerlichen Häuptlingsschaft werde in das Privatleben zurückziehen können, von seinen Renten zu leben... Continue reading book >>




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