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Massenpsychologie und Ich-Analyse   By: (1856-1939)

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[ Anmerkungen zur Transkription:

Schreibweise und Interpunktion des Originaltextes wurden übernommen; lediglich offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert. Eine Liste der vorgenommenen Änderungen findet sich am Ende des Textes.

Im Original gesperrt gedruckter Text wurde mit markiert. Griechischer Text wurde transliteriert und mit markiert. ]

MASSENPSYCHOLOGIE

UND

ICH ANALYSE

VON

PROF. SIGM. FREUD

INTERNATIONALER PSYCHOANALYTISCHER VERLAG G. M. B. H.

LEIPZIG WIEN ZÜRICH

1921

Alle Rechte, besonders das der Übersetzung in alle Sprachen, vorbehalten. Copyright 1921 by »Internationaler Psychoanalytischer Verlag, Ges. m. b. H.« Wien.

Gesellschaft für graphische Industrie, Wien III.

Inhalt.

I. Einleitung 1

II. Le Bon 's Schilderung der Massenseele 5

III. Andere Würdigungen des kollektiven Seelenlebens 25

IV. Suggestion und Libido 37

V. Zwei künstliche Massen: Kirche und Heer 46

VI. Weitere Aufgaben und Arbeitsrichtungen 57

VII. Die Identifizierung 66

VIII. Verliebtheit und Hypnose 78

IX. Der Herdentrieb 89

X. Die Masse und die Urhorde 100

XI. Eine Stufe im Ich 112

XII. Nachträge 122

I.

Einleitung.

Der Gegensatz von Individual und Sozial oder Massenpsychologie, der uns auf den ersten Blick als sehr bedeutsam erscheinen mag, verliert bei eingehender Betrachtung sehr viel von seiner Schärfe. Die Individualpsychologie ist zwar auf den einzelnen Menschen eingestellt und verfolgt, auf welchen Wegen derselbe die Befriedigung seiner Triebregungen zu erreichen sucht, allein sie kommt dabei nur selten, unter bestimmten Ausnahmsbedingungen, in die Lage, von den Beziehungen dieses Einzelnen zu anderen Individuen abzusehen. Im Seelenleben des Einzelnen kommt ganz regelmäßig der Andere als Vorbild, als Objekt, als Helfer und als Gegner in Betracht und die Individualpsychologie ist daher von Anfang an auch gleichzeitig Sozialpsychologie in diesem erweiterten, aber durchaus berechtigten Sinne.

Das Verhältnis des Einzelnen zu seinen Eltern und Geschwistern, zu seinem Liebesobjekt und zu seinem Arzt, also alle die Beziehungen, welche bisher vorzugsweise Gegenstand der psychoanalytischen Untersuchung geworden sind, können den Anspruch erheben, als soziale Phänomene gewürdigt zu werden, und stellen sich dann in Gegensatz zu gewissen anderen, von uns narzißtisch genannten Vorgängen, bei denen die Triebbefriedigung sich dem Einfluß anderer Personen entzieht oder auf sie verzichtet. Der Gegensatz zwischen sozialen und narzißtischen Bleuler würde vielleicht sagen: autistischen seelischen Akten fällt also durchaus innerhalb des Bereichs der Individualpsychologie und eignet sich nicht dazu, sie von einer Sozial oder Massenpsychologie abzutrennen.

In den erwähnten Verhältnissen zu Eltern und Geschwistern, zur Geliebten, zum Freunde und zum Arzt erfährt der Einzelne immer nur den Einfluß einer einzigen oder einer sehr geringen Anzahl von Personen, von denen eine jede eine großartige Bedeutung für ihn erworben hat. Man hat sich nun gewöhnt, wenn man von Sozial oder Massenpsychologie spricht, von diesen Beziehungen abzusehen und die gleichzeitige Beeinflussung des Einzelnen durch eine große Anzahl von Personen, mit denen er durch irgend etwas verbunden ist, während sie ihm sonst in vielen Hinsichten fremd sein mögen, als Gegenstand der Untersuchung abzusondern... Continue reading book >>




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