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Niederländische Volkslieder   By: (1798-1874)

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First Page:

NIEDERLÄNDISCHE VOLKSLIEDER. Gesammelt und erläutert

Von HOFFMANN VON FALLERSLEBEN.

Zweite Ausgabe.

Hannover. Carl Rümpler. 1856.

Hannover. Schrift und Druck von Fr. Culemann.

DER KÖNIGLICHEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN zu AMSTERDAM UND DER KÖNIGLICHEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN ZU BRÜSSEL GEWIDMET.

Die weltliche Liederdichtung der Niederlande im 15. Jahrhundert erscheint als eine mit der deutschen ziemlich gemeinsame: die deutschen Lieder dieser Zeit finden sich oft auch niederländisch, und bei vielen lässt sich kaum ermitteln, ob sie ursprünglich deutsch oder niederländisch sind. Bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts dauert dies Verhältniss fort, dann aber wird es anders: in den Niederlanden wird das Volkslied und das volksthümliche Lied erst durch die Rederijkers verdrängt, und endlich durch die gelehrten oder gelehrt thuenden Poeten fast völlig beseitigt.

Die neue bewunderte Kunstpoesie in den nördlichen Provinzen, die seit 1579 die Republik der Niederlande bildeten, bemächtigte sich auch bald desjenigen Theils des Volks, der bisher noch jene alten einfachen, volksmäßigen, vaterländischen Lieder fest gehalten hatte.

Durch Nachahmung romanischer Formen entstand jene große Künstlichkeit im Versbau und im Reimen, wobei denn für Gedanken und Gefühle nur bloße Spielerei mit Worten und Reimen zum Besten gegeben wurde. Nebenbei suchte man allerlei Beziehungen auf die Mythologie und Geschichten der Römer und Griechen anzubringen und überhaupt seine Gelehrsamkeit auszukramen. Und so sangen denn bald Bürger und Bauer so gut wie der verliebte Stubengelehrte und lebenslustige Student von Venus und Cupidootje, Venus wichtje, von Jupijn (dazu war Jupiter geworden) und von anderen Göttern und Göttinnen. Es gibt Lieder, welche eine eben so genaue Kenntniss der Mythologie wie der heil. Schrift voraussetzen.

Thirsis Minnewit 1. D. bl. 123.

Als boksvoetje speelt op zijn pijpje in 't dal, zoo zingen en springen de Satertjes al, de boompjes in 't wild, 't gansch bosjen dat drilt en schartelt van liefelijk nageschal.

Wie Form und Inhalt fremdländisch und unvolksthümlich wurden, so auch die Sprache und zwar in demselben Maße. Schon das Antw. LB. 1544 bietet viele Belege dazu; so heißt es z. B. Nr. 36, 3:

Noch heeft si een hoochmoedighe coragie ende daer toe enen fieren ganc, ic en hoorde mijn daghe niet soeter sanc, dan si bedrijft met haren voys gheclanc, het dunct mi puer een godinne, ghefaetsoneert is si als een ymagie, tis recht dat icse beminne.

und Nr. 135, 4.

O vrouwelike ymagie, rein edel personagie, ic bidde u om een troostelijc woort, soude uw hoghe couragie schouwen sulke villeragie, so doedi uwen dienaer een groot confoort, die liefde van u mijn jonc herte doorboort.

So hatte denn bald das niederländische Volkslied weder Form noch Inhalt mit dem deutschen gemein und schied sich endlich ganz von demselben. Je eigenthümlicher es sich aber gestaltete, desto unpoetischer ward es.

Während in Flandern und Brabant der alte Volksgesang sich nur mündlich fortpflanzen und der neue sich nur mündlich entwickeln konnte denn unter der spanischen Herrschaft zerstörte man die ganze Volkslitteratur und sorgte später eifrigst, dass nichts der Art mehr gedruckt wurde druckte man in dem freien Holland Liederbücher in unendlicher Menge... Continue reading book >>




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