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Onkel Tom's Hütte oder die Geschichte eines christlichen Sklaven. Band 1 (von 3).   By: (1811-1896)

Book cover

First Page:

Das Originalbuch ist in Frakturschrift gedruckt. Textauszeichnungen wurden folgendermaßen ersetzt:

Sperrung: =gesperrter Text= Antiquaschrift: Antiquatext

Onkel Tom's Hütte oder die Geschichte eines christlichen Sklaven.

Von

Harriet Beecher Stowe.

Aus dem Englischen übertragen von L. Du Bois.

Erster Band.

S. Zickel. Nro. 19. Dey Street. NEW YORK.

Erstes Kapitel.

In welchem der Leser die Bekanntschaft eines menschenfreundlichen Mannes macht.

An einem kalten Februartage, spät des Nachmittags, saßen zwei Herren in einem schön möblirten Eßzimmer, in der Stadt P in Kentucky, allein beim Weine. Keine Dienstboten waren gegenwärtig, und die Herren, mit dicht an einander gerückten Stühlen, schienen den Gegenstand ihrer Unterhaltung mit sehr großem Eifer zu besprechen.

Der Bequemlichkeit halber haben wir uns bisher des Ausdrucks: »zwei =Herren=« bedient; allein einer derselben würde bei einer genaueren Untersuchung, im strengeren Sinne des Wortes, nicht unter diese Kathegorie zu bringen gewesen sein. Er war ein kurzer, untersetzter Mann, mit groben, gemeinen Zügen, und jenem großthuenden, gemeinen Wesen, welches stets einen Menschen niedrigen Standes verräth, der bemüht ist, sich in höhere Sphären hinauf zu drängen. Seine Kleidung war überladen, und ließ eine bunte Weste von zahllosen Farben mit einer blauen, gelbgefleckten Halsbinde sehen, deren stutzermäßige Schleife mit dem ganzen Wesen des Mannes in genauem Einklange stand. Seine großen, ungeschickten Hände waren reich mit Ringen bedeckt, und an seiner Brust hing eine schwere goldene Uhrkette, mit Petschaften von ungewöhnlicher Größe und sehr verschiedenartigen Farben, welche er im Eifer des Gesprächs, augenscheinlich mit großem Wohlgefallen, durch seine Hände spielen ließ. Seine Unterhaltung verrieth eine freie und dreiste Verachtung jeder grammatischen Regel, und war überdies in passenden Zwischenräumen mit verschiedenen gemeinen Ausdrücken und Wendungen ausgeschmückt, die selbst der Wunsch, in unserer Schilderung getreu zu sein, uns nicht bestimmen kann, hier wiederzugeben.

Sein Gesellschafter, Mr. Shelby, hatte das Aeußere eines Gentleman, und die häuslichen Einrichtungen, so wie das ganze Aeußere des Hauses und Haushaltes ließen auf gute Verhältnisse und sogar auf Reichthum schließen. Wie wir vorher erwähnt haben, befanden sich Beide in sehr angelegentlicher Unterhaltung.

»Dies ist der Weg, den ich vorschlagen würde, um die Sache in Ordnung zu bringen,« sagte Mr. Shelby.

»Kann auf diese Weise keinen Handel machen, kann wahrhaftig nicht, Mr. Shelby,« sagte der Andere, ein Glas Wein zwischen seinem Auge und dem Lichte haltend.

»Ja, aber ich versichere Euch, Haley, der Tom ist ein ganz ungewöhnlicher Kerl; er ist ganz ohne Zweifel die Summe überall werth, beständig, ehrlich, tüchtig, und verwaltet eine ganze Wirthschaft wie nach der Uhr.«

»Ihr meint, so ehrlich, wie's bei Negern möglich ist,« sagte Haley, sich selbst ein Glas Brandwein einschenkend.

»Nein, ich meine in vollem Ernste, Tom ist ein guter, stätiger, vernünftiger, frommer Kerl. Er hat seine Religion in einer Brüderversammlung, vor vier Jahren empfangen; und ich glaube, er besitzt =wirklich= Religion. Ich habe ihm seitdem Alles anvertraut, was ich besitze, Geld, Haus und Pferde, habe ihn durch das Land gehen lassen und ihn dennoch stets treu und redlich gefunden.«

»Manche Leute glauben nicht an fromme Neger, Shelby,« sagte Haley mit einer ungenirten Handbewegung, »aber ich glaube dran. Ich hatte 'mal einen Kerl, er war mit unter dem letzten Trupp, den ich dieses Jahr nach Orleans brachte, 's war so gut wie eine Betstunde, wenn man den Kerl beten hörte, und dabei war er ganz sanft und gefügig... Continue reading book >>




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