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Venetianische Epigramme   By: (1749-1832)

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This eBook was prepared by Gunther Olesch, originally created by Helmut Schulze.

"Venetianische Epigramme" (Venetian Epigrams) by Johann Wolfgang von Goethe [in German]

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Johann Wolfgang Goethe

Venetianische Epigramme

1795

I CIII Von Goethe veroeffentliche Epigramme (Text der zweiten Cotta Ausgabe der "Werke" von 1815)

CIV CLIV Nachgelassene Epigramme (nach der Sophien Ausgabe von 1914)

CLV CLXXXI Entwuerfe und Notizen (nach der Sophien Ausgabe von 1914)

<>: die spitzen Klammern enthalten unsichere Lesarten und Konjekturen

I.

Sarkophagen und Urnen verzierte der Heide mit Leben. Faunen tanzen umher, mit der Bacchantinnen Chor Machen sie bunte Reihe; der ziegengefuessete Pausback Zwingt den heiseren Ton wild aus dem schmetternden Horn. Cymbeln, Trommeln erklingen; wir sehen und hoeren den Marmor. Flatternde Voegel! wie schmeckt herrlich dem Schnabel die Frucht! Euch verscheuchet kein Laerm, noch weniger scheucht er den Amor, Der in dem bunten Gewuehl erst sich der Fackel erfreut. So ueberwaeltiget Fuelle den Tod; und die Asche da drinnen Scheint, im stillen Bezirk, noch sich des Lebens zu freun. So umgebe denn spaet den Sarkophagen des Dichters Diese Rolle, von ihm reichlich mit Leben geschmueckt.

II.

Kaum an dem blaueren Himmel erblickt' ich die glaenzende Sonne, Reich, vom Felsen herab, Epheu zu Kraenzen geschmueckt, Sah den emsigen Winzer die Rebe der Pappel verbinden, Ueber die Wiege Virgils kam mir ein laulicher Wind: Da gesellten die Musen sich gleich zum Freunde; wir pflogen Abgeriss'nes Gespraech, wie es den Wanderer freut.

III.

Immer halt' ich die Liebste begierig im Arme geschlossen, Immer draengt sich mein Herz fest an den Busen ihr an, Immer lehnt mein Haupt an ihren Knieen, ich blicke Nach dem lieblichen Mund, ihr nach den Augen hinauf. Weichling! schoelte mich Einer, und so verbringst du die Tage? Ach, ich verbringe sie schlimm! Hoere nur, wie mir geschieht: Leider wend' ich den Ruecken der einzigen Freude des Lebens; Schon den zwanzigsten Tag schleppt mich der Wagen dahin. Vetturine trotzen mir nun, es schmeichelt der Kaemm'rer, Und der Bediente vom Platz sinnet auf Luegen und Trug. Will ich ihnen entgehn, so fasst mich der Meister der Posten, Postillone sind Herrn, dann die Dogane dazu! "Ich verstehe dich nicht! du widersprichst dir! du schienest Paradiesisch zu ruhn, ganz, wie Rinaldo, beglueckt." Ach! ich verstehe mich wohl: es ist mein Koerper auf Reisen, Und es ruhet mein Geist stets der Geliebten im Schoss.

IV.

Das ist Italien, das ich verliess. Noch staeuben die Wege, Noch ist der Fremde geprellt, stell' er sich, wie er auch will. Deutsche Redlichkeit suchst du in allen Winkeln vergebens; Leben und Weben ist hier, aber nicht Ordnung und Zucht; Jeder sorgt nur fuer sich, misstraut dem Andern, ist eitel, Und die Meister des Staats sorgen nur wieder fuer sich. Schoen ist das Land; doch, ach! Faustinen find' ich nicht wieder. Das ist Italien nicht mehr, das ich mit Schmerzen verliess.

V.

In der Gondel lag ich gestreckt und fuhr durch die Schiffe, Die in dem grossen Kanal, viele befrachtete, stehn. Mancherley Waare findest du da fuer manches Beduerfniss, Weizen, Wein und Gemues, Scheite, wie leichtes Gestraeuch... Continue reading book >>




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