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Wallensteins Tod   By: (1759-1805)

Book cover

First Page:

Wallensteins Tod

Friedrich Schiller

Ein Trauerspiel in Fünf Aufzügen

Personen:

Wallenstein Octavio Piccolomini Max Piccolomini Terzky Illo Isolani Buttler Rittmeister Neumann Ein Adjutant Oberst Wrangel von Schweden gesendet Gordon Kommandant von Eger Major Geraldin Deveroux Macdonald Hauptleute in der Wallensteinischen Armee Schwedischer Hauptmann Eine Gesandtschaft von Kürassieren Bürgermeister von Eger Seni Herzogin von Friedland Gräfin Terzky Thekla Fräulein Neubrunn Hofdame der Prinzessin von Rosenberg Stallmeister der Prinzessin Dragoner Bediente. Pagen. Volk.

Die Szene ist in den drei ersten Aufzügen zu Pilsen, in den zwei letzten zu Eger.

Erster Aufzug

Ein Zimmer, zu astrologischen Arbeiten eingerichtet und mit Sphären, Karten, Quadranten und anderm astronomischen Geräte versehen. Der Vorhang von einer Rotunde ist aufgezogen, in welcher die sieben Planetenbilder, jedes in einer Nische, seltsam beleuchtet, zu sehen sind. Seni beobachtet die Sterne, Wallenstein steht vor einer großen schwarzen Tafel, auf welcher der Planetenaspekt gezeichnet ist.

Erster Auftritt

Wallenstein. Seni.

Wallenstein. Laß es jetzt gut sein, Seni. Komm herab. Der Tag bricht an, und Mars regiert die Stunde. Es ist nicht gut mehr operieren. Komm! Wir wissen g'nug.

Seni. Nur noch die Venus laß mich Betrachten, Hoheit. Eben geht sie auf. Wie eine Sonne glänzt sie in dem Osten.

Wallenstein. Ja, sie ist jetzt in ihrer Erdennäh' Und wirkt herab mit allen ihren Stärken. (Die Figur auf der Tafel betrachtend.) Glückseliger Aspekt! So stellt sich endlich Die große Drei verhängnisvoll zusammen, Und beide Segenssterne, Jupiter Und Venus, nehmen den verderblichen, Den tück'schen Mars in ihre Mitte, zwingen Den alten Schadenstifter, mir zu dienen. Denn lange war er feindlich mir gesinnt Und schoß mit senkrecht oder schräger Strahlung, Bald im Gevierten, bald im Doppelschein, Die roten Blitze meinen Sternen zu Und störte ihre segenvollen Kräfte. Jetzt haben sie den alten Feind besiegt Und bringen ihn am Himmel mir gefangen.

Seni. Und beide große Lumina von keinem Malefico beleidigt! der Saturn Unschädlich, machtlos, in cadente domo.

Wallenstein. Saturnus' Reich ist aus, der die geheime Geburt der Dinge in dem Erdenschoß Und in den Tiefen des Gemüts beherrscht Und über allem, was das Licht scheut, waltet. Nicht Zeit ist's mehr, zu brüten und zu sinnen, Denn Jupiter, der glänzende, regiert Und zieht das dunkel zubereitete Werk Gewaltig in das Reich des Lichts Jetzt muß Gehandelt werden, schleunig, eh' die Glücks Gestalt mir wieder wegflieht überm Haupt, Denn stets in Wandlung ist der Himmelsbogen. (Es geschehen Schläge an die Tür.) Man pocht. Sieh, wer es ist.

Terzky. (draußen). Laß öffnen!

Wallenstein. Es ist Terzky. Was gibt's so Dringendes? Wir sind beschäftigt.

Terzky. (draußen) Leg alles jetzt beiseit', ich bitte dich, Es leidet keinen Aufschub.

Wallenstein. Öffne, Seni. (Indem jener dem Terzky aufmacht, zieht Wallenstein den Vorhang vor die Bilder.)

Zweiter Auftritt

Wallenstein. Graf Terzky.

Terzky. (tritt ein). Vernahmst du's schon? Er ist gefangen, ist Vom Gallas schon dem Kaiser ausgeliefert!

Wallenstein. (zu Terzky) Wer ist gefangen? Wer ist ausgeliefert?

Terzky. Wer unser ganz Geheimnis weiß, um jede Verhandlung mit den Schweden weiß und Sachsen, Durch dessen Hände alles ist gegangen

Wallenstein. (zurückfahrend) Sesin doch nicht? Sag nein, ich bitte dich.

Terzky. Grad auf dem Weg nach Regenspurg zum Schweden Ergriffen ihn des Gallas Abgeschickte, Der ihm schon lang die Fährte abgelauert... Continue reading book >>




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