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Bulemanns Haus

Bulemanns Haus by Theodor Storm
By: (1817-1888)

Nach dem Tod seines Vaters kehrt Herr Bulemann nach in Übersee verbrachten Jahren in seine Heimatstadt zurück und zieht in das Haus seines Vaters. Seine Frau und seine Kinder hat er auf der Überfahrt an Sklavenhändler verkauft – so erzählt man sich. Stattdessen hat Herr Bulemann zwei große Katzen mitgebracht. In seinem Vaterhaus findet er allerlei Pfandgüter – sein Vater war Pfandleiher – vor, die er widerrechtlich verkauft. In den folgenden Jahren suchen ihn Pfandgläubiger auf, welche ihre Pfandgüter auslösen wollen und die er bestechen muss, damit sie sein widerrechtliches Handeln nicht ausplaudern. Er wird immer unleidlicher und menschenscheuer, bis sein einziger Kontakt zur Außenwelt seine Haushälterin ist, die ihn verachtet. Schließlich weist er schroff seine Halbschwester zurück, als sie ihn wegen ihres kränklichen Sohnes um Hilfe anfleht und verschuldet letztlich den Tod seines Neffen. Seine Schwester verflucht ihn, woraufhin sich die beiden Katzen nach und nach schauerlich verwandeln und ihn für immer in seinem Haus festhalten, aus dem die Haushälterin inzwischen geflohen ist.

First Page:

BULEMANNS HAUS

beim THEODOR STORM

In einer norddeutschen Seestadt, in der sogenannten Duesternstrasse, steht ein altes verfallenes Haus. Es ist nur schmal, aber drei Stockwerke hoch; in der Mitte desselben, vom Boden bis fast in die Spitze des Giebels, springt die Mauer in einem erkerartigen Ausbau vor, welcher fuer jedes Stockwerk nach vorne und an den Seiten mit Fenstern versehen ist, so dass in hellen Naechten der Mond hindurchscheinen kann.

Seit Menschengedenken ist niemand in dieses Haus hinein und niemand herausgegangen; der schwere Messingklopfer an der Haustuer ist fast schwarz von Gruenspan, zwischen den Ritzen der Treppensteine waechst Jahr aus Jahr ein das Gras. Wenn ein Fremder fragt: "Was ist denn das fuer ein Haus?" so erhaelt er gewiss zur Antwort: "Es ist Bulemanns Haus"; wenn er aber weiter fragt: "Wer wohnt denn darin?" so antworten sie ebenso gewiss: "Es wohnt so niemand darin." Die Kinder auf den Strassen und die Ammen an der Wiege singen:

In Bulemanns Haus, In Bulemanns Haus, Da gucken die Maeuse Zum Fenster hinaus... Continue reading book >>


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